Journal für Kulturpflanzen (May 2020)

Auf der Suche nach Rückständen von Pflanzenschutzmitteln in Bienen, Pflanzen und Bienenprodukten

  • Gabriela Bischoff,
  • Benjamin Grasz,
  • Hartmut Nowak,
  • Kerstin Paulutt,
  • Jens Pistorius

DOI
https://doi.org/10.5073/JfK.2020.05.04
Journal volume & issue
Vol. 72, no. 5

Abstract

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Die chemisch-analytische Bestimmung von Schadstoff-Rückständen verschiedenen Ursprungs ist essentiell für die Expositionsermittlung im Rahmen der Aufklärung von Bienenvergiftungen und von Studien zur Bewertung des Risikos für Bienen. Die etablierte und umfassend validierte Multimethode ist sowohl zur Bestimmung von Rückständen in Bienen- und Pflanzenproben als auch für diverse Bienenprodukte (z.B. Pollen/Bienenbrot, Gelée Royal oder Wachs) sehr gut geeignet. Die Zusatzversuche zur Methodenüberprüfung wurden mit dem jeweils aktuellen Wirkstoffspek­trum der Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen und verschiedenen Zusatzkonzentrationen durchgeführt. Die Zusatzkonzentrationen wurden so gewählt, dass möglichst alle Wirkstoffe des Untersuchungsprogramms sowohl mit LC‑MS/MS als auch mit GC‑MS bestimmt werden konnten. Mit den Matrices „Bienen“ und „Raps“ wurden Vali­dierungen mit den Konzentration 1, 10 und 50 μg/kg durchgeführt. Die Quantifizierung wurde mit Matrix-Standards vorgenommen, um die durch Probeninhaltsstoffe hervorgerufenen Matrixeinflüsse zu reduzieren. Für 240 Wirkstoffe (vor allem Insektizide, Fungizide), die 2011 im Screening-Programm enthalten waren, lagen die Wiederfindungsraten mit Bienenmatrix beim Zusatzniveau von 10 μg/kg überwiegend zwischen 70% und 110%, mit relativen Standardabweichungen unter 15%.

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