Stilistische Eigenschaften der Rundfunkpredigten von der Heiligkreuz-Kirche

Ruch Biblijny i Liturgiczny. 2006;59(1) DOI 10.21906/rbl.390

 

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Journal Title: Ruch Biblijny i Liturgiczny

ISSN: 0209-0872 (Print); 2391-8497 (Online)

Publisher: Polskie Towarzystwo Teologiczne

LCC Subject Category: Philosophy. Psychology. Religion: Practical Theology | Philosophy. Psychology. Religion: Doctrinal Theology

Country of publisher: Poland

Language of fulltext: French, Polish, Russian, German, English, Spanish; Castilian, Italian

Full-text formats available: PDF

 

AUTHORS

Witold Ostafiński (Przemyśl)

EDITORIAL INFORMATION

Double blind peer review

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Time From Submission to Publication: 12 weeks

 

Abstract | Full Text

Der vorliegende Artikel stellt einen Versuch der Besprechung der wichtigsten Tendenzen in der Sprachstruktur der Rundfunkpredigten von der Heiligkreuz-Kirche dar. Es wird mit der Berücksichtigung von solchen stilistischen Eigenschaften wie: Kommunikativität, dialogische Fähigkeiten und Emotionalität getan. Die Autoren der ausschlaggebenden Mehrheit von den Rundfunkpredigten bedienen sich einfacher, stilistisch und grammatisch einwandfreier Sprache, mit klarer, übersichtlicher Satzstruktur und logischer und geschlossener Aussagenkonstruktion. Die Dialogfähigkeit wird meistens durch die Anwendung der 1. Person Plural vom Verb erreicht, sowie durch die Begabung der Einfühlung in die Situation eines anderen Menschen. Anhäufung von Nebensätzen, Überfluss an rhetorischen Figuren, Verwunderung  der Hörer mit den negativen Emotionen, Unverständlichkeit der Anspielungen und Abstraktion der Sprache, Neigung zu poetischen Ausdrücken und sentimentalischer Rührung, übertriebene sowie unbegründete Aufführung von Zitaten, sie alle verursachen Hindernisse in der Dialogaufnahme mit dem Predigtempfänger. Durch die Anwendung solcher stilistischen Mittel wie: Antonymie, exclamatio (Ausrufung, Interjektion), rhetorische Fragen, anaphorische Wiederholungen, Antithese, elliptische Konstruktionen, Metaphern, erreichen die Autoren in ihren Aussagen einen hohen Grad an Ausdruckkraft, zugleich aber gestalten sie eine spezifische, emotionale Atmosphäre. In den untersuchten Texten stellt man sukzessive Abweichung von den Regeln der klassischen Poetik und Rhetorik in Richtung von der Technik der kommunikativen Überlieferung fest.